Online-Workshop Zwischen Heimat, Fremde und Diaspora: Erfahrungen der Selbstpositionierung von (Post)Migrant*innen in der Gegenwartsliteratur

Online-Workshop

 

Zwischen Heimat, Fremde und Diaspora: 

Erfahrungen der Selbstpositionierung von (Post)Migrant*innen 

in der Gegenwartsliteratur

8. Oktober 2020

 

Zoom-Raum

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Der Workshop findet im Rahmen der 7. Internationalen Tagung „Mechanisms for Formation of Cultural Exclusion and Frontier Zones – 2020” (Russische Staatliche Pädagogische Alexander Herzen-Universität Sankt Petersburg) statt.

 

Aktuelle Migrationsbewegungen gehören zu den umstrittensten Themen der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen der Gegenwart. Einen maßgeblichen Beitrag zum Migrationsdiskurs leistet die Gegenwartsliteratur, die den ambivalenten Charakter der Migrationserfahrungen reflektiert: zum einen ihre Einflüsse auf den kulturellen Austausch, die Entwicklung des Miteinanders oder die interkulturelle Kommunikation und zum anderen ihr konfliktreiches Potenzial, das durch kulturelle Differenzen und Stereotype hervorgerufen wird. Im Rahmen des Workshops stellt sich die Frage danach, wie sich solche Ambivalenzen in dem von Gegenwartsautor*innen dargestellten Prozess der Selbstverortung von Migrant*innen und ihren Nachkommen (Postmigrant*innen) zwischen Heimat, Fremde und Diaspora zeigen. Als Beispiel dafür kann ein duales Modell der (post)migrantischen Verhältnisse zur Diaspora dienen – einerseits sieht man darin einen Teil der Heimat inmitten der Fremde und eine kulturell verwandte Gemeinschaft, andererseits wird sie aber nicht selten als ein fremdes Milieu wahrgenommen, von dem man sich abgrenzt. An den Texten, die nach der Zäsur 1989/1991 verfasst wurden, sollen im Workshop Transformationen, Zusammenwirkungen und Funktionen der Konstrukte von Heimat, Fremde und Diaspora im Kontext der Identitätssuche von (Post)Migranten untersucht werden. Im Rahmen des wissenschaftlichen Austausches werden sowohl ästhetische Formen der (post)migrantischen Selbstpositionierung als auch kulturelle Codes, mit denen die erwähnten Konstrukte versehen werden.

 

Organisation:

Prof. Dr. Ievgeniia Voloshchuk (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder))

Prof. Dr. Andrey Achkasov (Russische Staatliche Pädagogische Alexander Herzen-Universität Sankt Petersburg)

Dr. Kirsten Möller (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)) 

Dr. habil. Gabriella Pelloni (Universität Verona)

Dr. Sergey Troitskiy (Russische Staatliche Pädagogische Alexander Herzen-Universität Sankt Petersburg)

Dr. Borys Bigun (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder))

 

Arbeitssprache: Deutsch

 

Kontakt: 

Prof. Dr. Ievgeniia Voloshchuk  voloshchuk@europa-uni.de

 

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